Papp- und Plastikbecher ersetzen

Jeden Tag gehen abertausende Papp- und Plastikbecher über den Tresen, um nur kurz benutzt zu werden. Dies lässt sich ändern, schon längst gibt es Alternativen für den Coffee to go! Wir fragen bei Kaffeeproduzenten an, lassen Mehrwegbecher produzieren und verteilen Sie in den Fußgängerzonen.

Nie im Leben würde man in Italien einen Espresso to go bestellen. in Deutschland aber wandert selbst der Espresso im Pappbecher über den Tresen. Dies muss sich ändern. Die Deutschen greifen aus Bequemlichkeit, aus Zeitmangel oder Alternativlosigkeit zum Einwegbecher. Dabei gibt es schon längst formschöne und praktische Alternativen: Becher aus hochwertigem Plastik oder Keramik mit wiederverschließbaren Deckeln, die sich unbegrenzt häufig einsetzen lassen.

Die Idee ist es, mit Kaffeeproduzenten zusammen zu arbeiten. Wie man jeden Abend im Fernsehen merkt, werden für Kaffeewerbung Millionen ausgegeben. Wie wäre es, wenn ein Kaffeeproduzent wie Eduscho, Tchibo oder Jacobs eine vergleichsweise kleine Summe aufwenden würde, um wiederverwendbare Kaffeetassen zu produzieren, mit ihrem Logo zu versehen und an den Mann bzw. die Frau zu bringen? Der Vorteil für den Werbetreibenden liegt auf der Hand: Mittels der gebrandeten Becher sind sie selbst in den Läden der Konkurrenz präsent! Das Jacobs-Logo taucht also bei Eduscho auf, weil ein Kunde seinen wiederverwendbaren Becher mitgebracht hat und diesen zur Befüllung über den Tresen reicht. Mit einem geringen Budget wird also eine große Reichweite erzeugt, da der wiederverwendbare Kaffeebecher täglich in Verwendung ist und eine ganze Weile hält. Auch der Vorteil für die Umwelt liegt auf der Hand: pro eingesetzem Becher fallen bis zu hundert Einwegbecher oder sogar mehr weg. Die Konsumenten kommen nicht nur in den Genuss eines Werbegeschenks mit praktischem Mehrwert, sie können überdies ohne schlechtes Gewissen den Kaffee auf dem Arbeitsweg „to go“ bestellen.

Sobald die Kooperation mit einem Kaffeeproduzenten besteht und die gebrandeten Mehrwegbecher produziert sind, postieren wir uns als Freiwillige in den deutschen Fußgängerzonen, in Unterführungen oder an Bahnhöfen und verschenken die Becher bzw. bieten sie den Passanten an. Dabei suchen wir gezielt die Nähe zu Cafés, die Kaffee „to go“ anbieten, um dort den Passanten Mehrwegbecher zum sofortigen Gebrauch anzubieten. Wir verbinden also Werbeeffekt mit einem Nutzen sowohl für den Kosumenten, als auch für die Umwelt. Das einzige, was der Kaffeeliebhaber noch tun muss, ist es, den Becher nach Gebrauch auszuspülen, nicht im Büro zu vergessen und anderntags wieder mit auf den Weg zur Arbeit zunehmen. Allen ist gedient: den Werbetreibenden, den Kaffeetrinkern und der Umwelt.

Ein Kommentar

  1. Danke für die tolle Idee, aber das wäre alles viel zu einfach und wird nicht gelingen. Die großen Kaffeeketten werden Bedenken anmelden, die mitgebrachten Kaffeebecher könnten verunreinigt sein oder ähnlichen Blödsinn. Schließlich wird es Ärger im Büro geben…, wem gehört welcher Becher, der aus der Spülmaschine kommt und weitere blöden Ausreden werden kommen. Ich glaube, hier ist der Gesetzgeber dringend gefragt. Mit dem Pfand auf PET Flaschen hat es doch auch nach etlichen Jahren geklappt.

    Ich möchte mich hier ausdrücklich für den wirklich kompetenten Artikel des Verfassers bedanken und schließe mich seinen Ausführungen zu 100% an. Möge sein Traum bald Wirklichkeit werden!!

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